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Arbeitsgruppe der europäischen Waffenexperten
Dienstag, 22 April 2014 bis Mittwoch, 23 April 2014

Zappeion Megaron, Athen
Die Arbeitsgruppe der europäischen Waffenexperten (engl. EFE) ist ein informelles Netzwek nationaler Experten aus europäischen Ländern, das eingerichtet wurde, um der Arbeitsgruppe für Strafverfolgung des Europäischen Rats ihr fundiertes Know-How zur Verfügung zu stellen. Der Entschluss, dieses Netzwerk einzurichten, wurde 2004 auf dem 10. Treffen der europäischen Polizeichefs gefasst, um durch die gemeinsamen Bemühungen der EU-Mitgliedstaaten eine wirksamere Bekämpfung des illegalen Handels mit Schusswaffen zu gewährleisten. Das EFE-Netzwerk beschäftigt sich mit rechtlichen, organisatorischen, technischen und anderen Fragen, die wichtig für die Bekämpfung des Handels mit illegalen Schusswaffen und der schusswaffenbezogenen Kriminalität in der EU sind. Außerdem trägt das EFE-Netzwerk zur Verstärkung der Kontrolle und zur Intensivierung der effektiven Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden in diesen Bereichen bei.
Die Plenarsitzung des EFE-Netzwerkes findet dieses Jahr am 22. und 23. April in Athen statt. Am Treffen werden Vertreter der Mitgliedstaaten, sowie Vertreter von Europol, Interpol und der Europäischen Kommission teilnehmen. Außerdem wurden Nicht-EU-Länder, wie z.B. Norwegen, die Schweiz und  Liechtenstein eingeladen, am Treffen teilzunehmen. Die Teilnehmer werden sich schwerpunktmäßig mit Maßnahmen zur Kontrolle des Handels mit Schusswaffen bei Online-Verkäufen oder auf Waffenmessen, mit der Bekämpfung des Umbaus von ungeeigneten Waffen oder Gaswaffen zu Schusswaffen sowie dem illegalen Handel mit Schusswaffen innerhalb der Europäischen Union befassen. Die Kontrolle des Waffentransports und der Deaktivierung von Schutzwaffen sollen auf dem Treffen ebenfalls diskutiert werden. Die Vertreter werden ferner über den aktuellen Stand der operativen Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Verwendung von Schusswaffen und des illegalen Waffenhandels informiert werden, welche im Rahmen des EU-Politikzyklus ergriffen wurden. Darüber hinaus werden das iArms-System von Interpol und eine Fallstudie über das Aufspüren von Waffen durch das iArms-System vorgestellt werden.